Robert Menasse, Die Hauptstadt (2017)

Der große europäische Roman | Deutscher Buchpreis 2017

In Brüssel laufen die Fäden zusammen – und ein Schwein durch die Straßen.

In seinem großen europäischen Roman spannt Robert Menasse einen weiten Bogen zwischen den Zeiten, den Nationen, dem Unausweichlichen und der Ironie des Schicksals, zwischen kleinlicher Bürokratie und großen Gefühlen.

 

Helga Hammer, Durch alle Zeiten (2017)

>>Geburt und Tod haben Ähnlichkeiten<<, dachte Elisabeth,  >>man muss sich ergeben, so wie der Baum sich ergibt oder der Tag der Nacht.<<

Mit siebzehn verliebt sich Elisabeth in einen jungen Mann aus einer angesehenen Familie. Diese Liebe darf nicht sein - und lässt beide Leben lang nicht mehr los.

 

Peter Henisch, Suchbild mit Katze (2016)

Karl May trifft Franz Kafka auf einem Schiff nach Amerika. Wahr? Besser kann man es nicht erfinden ...

Im Kopf war Karl May ja schon oft in Amerika. Aber erst im September 1908, da ist er 66, macht er sich wirklich auf, um sich in Bremerhaven nach New York einzuschiffen, gemeinsam mit seiner zweiten Frau Klara. Und wie es der Zufall will, trifft er auf dem Schiff ausgerechnet Franz Kafka, einen jungen Mann, der sehr schmal und sehr blass an der Reling steht. Will er sich, Gott behüte, ins Meer stürzen? Und wer, wenn nicht Karl May und die viel jüngere Dame an seiner Seite, soll ihn davor retten, für die Literatur und das Leben? Das ist der Stoff, aus dem gute Geschichten sind, und manchmal sind das eben Dreiecksgeschichten.

 

Eva Menasse, Tiere für Fortgeschrittene (2017)

>> Da ging dieses Lächeln über Joshes Gesicht, mit dem er als Kind alle bezaubert und jeden ihn betreffenden, vermeintlich endgültigen Beschluss in letzter Sekunde unwirksam gemacht hatte.Von diesem Lächeln wandte sich jemand wie Konrad lieber ab. Es war ihm geradezu peinlich. Die Offenheit, die Zärtlichkeit, die glühende Selbstaufgabe, die darin lagen, waren mehr, als man aushalten konnte. Wer die Welt so anlächelte, musste eine Schraube locker haben. Oder ein Schutzblech zu wenig über der Seele.<<