Was ist neu an der „Unterstufe GALLUS“?

Im Schuljahr 2009/10 wurde das Schulprojekt „Unterstufe GALLUS“ in den ersten Klassen gestartet.

 

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Neu ist die räumliche Zusammenfassung eines ganzen Jahrgangs. Alle 1. Klassen sind in einem „Haus“ zusammen und können ihre eigene Gemeinschaft entwickeln.

Es gibt die gleichen Regeln, die gleichen Maßnahmen wie zum Beispiel das Ruhezeichen, die gemeinsame Freiarbeit, den Montagskreis, das gemeinsame Thema im Projekt.

Neu ist der regelmäßige Erfahrungsaustausch mit dem Erweiterungsteam, um die Einheit des Jahrgangsteams zu festigen und die einzelnen Fächer miteinander zu vernetzen.

Neu ist die Eingangsphase, in den ersten zwei Wochen des Schuljahres. Hier werden die ersten Schritte zur Entwicklung einer guten Klassengemeinschaft gemacht. Die Schüler/innen lernen sich in ihrer neuen Umgebung zurechtzufinden, gestalten ihre Klasse, bauen ihre eigenen Kästchen und lernen so einander kennen. Die ersten Tipps zu erfolgreichem  Lernen finden in diesen Wochen Raum.

Neu ist der Montagskreis, der einen bewussten Anfang der neuen Schulwoche darstellt. Er bietet einen idealen Rahmen, um mit den Schüler/innen über ihre Sorgen, Probleme, Wünsche und Freuden zu sprechen, oder einfach um vom Wochenende zu erzählen. Die Kinder erlernen Gesprächskultur wie Zuhören uns Ausredenlassen. Auch Konflikte in der Klasse können hier zur Sprache kommen. Das freie Sprechen in der Gruppe stärkt das Selbstvertrauen. Gemeinsame Aktivitäten werden geplant und reflektiert.

Neu ist die Freiarbeit in der ersten Stunde (außer Montag). Die Fächer Mathematik, Deutsch, Englisch und Biologie geben Freiarbeitsmaterial in den „Pool“. Die Schüler/innen können wählen, welches Fach sie machen möchten. Jedes Fach hat einen Freiarbeitsplan für ca. 2 Wochen. Jeder Plan enthält Pflichtaufgaben und freiwillige Arbeiten. Die Pflichtaufgaben decken das Lernziel ab, also den Stoff, der von allen gekonnt werden soll. Oft sind es Wiederholungen des Gelernten als Vertiefung oder Aufgaben zur Erarbeitung kleinerer neuer Inhalte, um die Selbständigkeit eigenen Lernens zu erproben. Ziel der Freiarbeit ist selbstverantwortliches Lernen. Die freiwilligen Aufgaben sollen das Interesse der Schüler/innen wecken, sie sollen motivieren eigene Interessen zu finden, ihren Wissensdurst fördern oder helfen Versäumtes aufzuholen.

Die Freiarbeit wird durch Beobachtung der Kompetenzen der einzelnen Schüler/innen (Selbständigkeit, Einhaltung der Freiarbeitsregel, Zusammenarbeit, Layout) bewertet.

Es gibt einen gemeinsamen Kompetenzraster mit drei Bewertungskategorien: toll, in Ordnung, sollte verbessert werden.

 

Stundenplan der 1A (ein Beispiel)

 

 

 

Montag

Dienstag

Mittwoch

Donnerstag

Freitag

1. Std.

Montags

-kreis

Freiarbeit

Freiarbeit

Freiarbeit

Freiarbeit

2. Std

Englisch

Deutsch

Musik

Mathematik

Biologie

3. Std

Religion

Deutsch

Geographie

Mathematik

Sport u.Bewegung

4. Std

Deutsch

Religion

Sport und

Englisch

Mathematik

5. Std

Sport u. Bewegung

Geographie

Bewegung

Englisch

Musik

6. Std

Mittags

-pause

Textver-arbeitung

 

 

 

7. Std

Textiles *

 

Technisches *

 

Bildnerische

8. Std

Werken

 

Werken

 

Erziehung

 

*  die Schüler/innen wählen eines der beiden Fächer.

Neu ist das gemeinsame Projekt des ganzen Jahrgangsteams, das sich über einen längeren Zeitrahmen erstreckt. In dieser Zeit gibt es keinen Fachunterricht.

Neu ist die enge Zusammenarbeit der Lehrer/ innen im Team. Es gibt ein Kernteam und ein Erweiterungsteam. Das Kernteam besteht aus 8 Lehrern/ und Lehrerinnen die 6-9 Stunden in den 1. Klassen unterrichten. Das Kernteam trifft sich jede Woche zwei Stunden in der Kernteamsitzung. Hier werden allgemeine pädagogische Maßnahmen und das weitere Vorgehen besprochen und es wird an der Weiterentwicklung gearbeitet.

Maßnahmen, Methoden, Unterrichtsmaterialien, die sich beim einzelnen als erfolgreich erwiesen haben, können schnell übernommen oder ausprobiert werden. Spezielles Wissen der einzelnen Teammitglieder, wie zum Beispiel Lernstrategien, konstruktiver Umgang mit Konflikten u. vieles andere kann sofort genützt werden.

Neu ist die Öffnung des eigenen Unterrichts nach außen, da die Klassentüren offen sind. Die Teammitglieder sehen, was die anderen tun. Im Austausch wird der eigene Unterricht bereichert und erleichtert. Die Arbeitsatmosphäre in den Klassen ist ruhiger.